Rolf König
5. Juni 2017

Neueste Forschungen zeigen: Wir besitzen ein zweites Gehirn

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Liebe führt zu Schmetterlingen im Bauch, eine schlechte Nachricht schlägt einem auf den Magen. Was der Volksmund schon lange weiß, bestätigt nun die Wissenschaft: In unserem Darm wohnt ein zweites Gehirn, das eine bedeutende Rolle in unserem Gefühlshaushalt spielt. 

 

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Die Heimat unserer Gedanken ist das Gehirn. Dass auch unsere Gefühle und Emotionen im Gehirn entstehen, gilt ebenfalls als ausgemacht. Doch erinnern Sie sich an Situationen, in denen Sie entweder überglücklich waren, beispielsweise als Sie verliebt waren, oder zutiefst betrübt. Wie haben sich diese Gefühle bei Ihnen körperlich bemerkbar gemacht? Hatten Sie Schmetterlinge im Bauch oder im Kopf? Schlagen Ihnen schlechte Nachrichten auf den Magen oder auf den Kopf? Aus diesen Alltagsbeobachtungen wird deutlich, das

unser Magengegend Prozesse ablaufen, die mit unserem Gefühlshaushalt zusammenhängen. Doch ist der Magen-Darm-Bereich lediglich Empfänger von Signalen aus dem Gehirn, oder beeinflusst dieser Bereich selbst Prozesse in unserem Gehirn?

 

 

 

 

Das zweite Gehirn

 

Wie ‚klug‘ insbesondere unser Darm ist, verdeutlicht die große Zahl von Nervenzellen, die dort beheimatet sind. Die Zahl der Nervenzellen im Darm ist größer als im gesamten sogenannten peripheren Nervensystem, das Informationen vom Körper zum Gehirn und vom Gehirn zum Körper leitet. Insgesamt befinden sich im Darm über 100 Millionen Nervenzellen, weswegen manch ein Wissenschaftler von der Existenz eines zweiten Gehirns unter den Schultern spricht [1]. Eine wichtige Funktion dieser Nervenzellen ist die Steuerung des komplexen Verdauungssystems. Auch ist bekannt, dass der Darm eine wichtige Rolle in Immunreaktionen spielt. Immerhin sind 70% unserer Immunabwehr im Darm angesiedelt, wo potenziell gefährliche Keime und Viren unschädlich gemacht werden. Aus diesem Grund können Lebensmittel wie Joghurts eine segensreiche Wirkung auf das Immunsystem ausüben.

 

Die Vagus-Verbindung

 

Doch auch mit dem Gehirn steht der Darm in Kontakt. Beispielsweise herrscht reger Austausch zwischen dem Nervensystem des Darms und dem sogenannten Vagus-Nerv.

 

Der Vagus-Nerv ist der zehnte Gehirnnerv und beispiels-weise für den Herzschlag verantwortlich. Interessanterweise erfolgt dabei der Großteil der Informationsübertragung vom Nervensystem des Darms hin zum Gehirn und nicht umgekehrt, wie früher vermutet wurde.

Neurotransmitter im zweiten Gehirn

 

Das Nervensystem im Darm bedient sich dabei der gleichen Neurotransmitter wie das Gehirn. Neurotransmitter übertragen Informationen von einer Nervenzelle zur anderen. Wiederum spielen diese Neurotransmitter eine große Rolle bei der Behandlung psychischer Erkrankungen wie beispielsweise Depression. So versuchen Medikamente die Konzentration des Neurotransmitters Serotonin in den Gehirnen von depressiven Patienten zu erhöhen. Doch bleibt die Wirkung dieser Medikamente nicht auf das Gehirn beschränkt. So kommt es oftmals zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass auch im zweiten Gehirn Serotonin zur Informationsübertragung verwendet wird. Durch die Einnahme des Medikaments kann es somit zu Störungen in der Informationsübertragung des Darms kommen.

 

Potenzial des Darms

 

Es drängt sich die Frage auf, wie Wissen um die Aktivitäten des zweiten Gehirns in der Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden kann. Eine Studie aus Kanada zeigt das Potenzial [2]: Darin wurden Mäuse in ein tiefes Wasserbecken gesetzt. Das Wasser an jeder

 

Stelle so tief, dass die Mäuse nicht stehen konnten und die Wände des Beckens waren so steil, dass die Mäuse das Becken nicht aus eigener Kraft verlassen konnten. Die Wissenschaftler erfassten, wie lange die Mäuse schwammen, bevor sie resigniert aufgaben. Daraufhin wurden die Mäuse umgehend aus dem Wasserbecken genommen. Im Anschluss erhielt ein Teil der Mäuse eine spezielle Ernährung. Die Ernährung war mit einem Bakterium angereichert, von dem vermutet wird, dass es die Produktion des Neurotransmitters GABA beeinflusst. GABA ist verantwortlich für die Entspannung und Beruhigung und wird bei der Behandlung von Angststörungen eingesetzt.

 

Durchhaltevermögen gesteigert

 

Nach einigen Wochen wiederholten die Wissenschaftler das Experiment. Dabei zeigte sich, dass jene Mäuse, die die spezielle Ernährung erhielten, im Durchschnitt ein höheres Durchhaltevermögen im Wasserbecken aufwiesen. Auch nachdem die Mäuse wieder aus dem Wasserbecken herausgeholt wurden, zeigte die Gruppe Mäuse, die die spezielle Ernährung erhielt, weniger depressive Symptome als die übrigen Mäuse. Die Wissenschaftler vermuten, dass durch die spezielle Ernährung der Neurotransmitter GABA vermehrt produziert wurde und die Mäuse durch die beruhigende Wirkung von GABA weniger schnell verzweifelten. Scheinbar nehmen Prozesse im Darm, die durch Ernährung beeinflusst werden können, auch auf komplexe Verhaltensweisen Einfluss.

 

Blut-Hirn-Schranke

 

Es besteht folglich die Hoffnung, dass durch das zweite Gehirn Einfluss auf das erste genommen werden kann, indem beispielsweise die Konzentration von Neurotransmittern erhöht oder reduziert wird. Generell ist es sehr schwer, auf Prozesse im Gehirn durch Medikamente Einfluss zu nehmen. Dies liegt an der Tatsache, dass eine Blut-Hirn-Schranke den meisten Giften und körperfremden Stoffen – und somit auch Medikamenten – den Zutritt ins Gehirn verwehrt. Da die Bakterien im Darm leichter verändert werden können, sind Wissenschaftler optimistisch, dass über diesen Zugang künftig Störungen

im Gehirn effektiver behandelt werden können.

Zusammenfassung: Es gibt gute Gründe, öfter mal dem Bauchgefühl zu folgen. Schließlich gibt es neben unserem Gehirn über den Schultern ein zweites kleines Gehirn im Darm, das mit über 100 Millionen Nervenzellen ausgestattet ist. Da dieses zweite Gehirn über die gleichen Neurotransmitter wie das große kommuniziert, können Prozesse im Darm auch Einfluss auf das große Gehirn nehmen

 

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Quellen:

1: Hadhazy, A. (2010). Think Twice: How the Gut's "Second Brain" Influences Mood and Well-Being. Scientific American.

2: J. F. Cryan & T. G. Dinan (2012). Mind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behavior. Nature Reviews Neuroscience, 13, 701-712.

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  • Rolf König
    13. Sep. 2017

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  • Rolf König
    10. Sep. 2017

    So können Sie Ihr Demenzrisiko senken Die genaue Ursache von Demenz ist unklar. Aus diesem Grund tun sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt schwer, ein Heilmittel gegen diese Plage zu finden. Sie suchen ununterbrochen nach Einflussfaktoren, die die Entwicklung dieser Krankheit begünstigen oder, umgekehrt, verhindern können und werden glücklicherweise immer wieder fündig. So konnte eine neue Studie erst vor Kurzem bedeutende Einflussfaktoren herausfiltern. Gute Nachricht für uns: Einige von ihnen haben wir selbst in der Hand. Diese Umstände können Demenzentwicklung begünstigen Forscher der John Hopkins University (Baltimore, USA) haben Daten von 15.744 Studienteilnehmern analysiert, um diverse Risikofaktoren genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Probanden wurden zu Beginn der Studie in 1987 im Alter von 45 bis 64 Jahren rekrutiert. Die Teilnehmer wurden 23 Jahre lang beobachtet und medizinisch untersucht. In dieser Zeit erkrankten 1.516 von ihnen an Demenz. Der größte Risikofaktor für die Erkrankung ist, wie erwartet, das steigende Alter, dicht gefolgt vom APOE4-Gen, dessen Träger als besonders alzheimergefährdet gelten. Dies sind die beiden größten Risiken, auf die wir leider keinen Einfluss nehmen können. Die Forscher haben auch regulierbare Faktoren identifiziert: Rauchen und Bluthochdruck sind einige der größten Feinde der Gesundheit unseres Gehirns. Auch Bildung und mentale Aktivität stellen laut der Studie einen Hebel dar, mit dessen Hilfe wir Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen können. Bleiben Sie gesund in jedem Alter Diese Entdeckungen sind mehr als vielversprechend: Wir selbst haben es zu großem Teil in der Hand, ob wir auch im Alter fit bleiben, oder, von Demenz gezeichnet, die schönsten Erinnerungen unseres Lebens und unsere Selbstständigkeit verlieren. Ein effektives und wissenschaftlich fundiertes Gehirntraining eignet sich besonders gut, um das Gehirn zu fordern und auch im Alter geistig fit zu bleiben. Das Gehirntraining von NeuroNation orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung und passt sich stets Ihren Fähigkeiten an. 12 Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben bereits das Gehirntraining von NeuroNation für sich entdeckt und uns ihr Vertrauen geschenkt. Vergessen auch Sie Ihre Gesundheit nicht und schenken Sie sich eine gesunde und glückliche Zukunft. Discount-Code für Ihre Kunden: AKTIVERGEIST (Rabatt 30%)
  • Rolf König
    27. Aug. 2017

    So schwächt Stress unsere Emotionskontrolle ab Wie würden Sie darauf reagieren, wenn Sie im Einkaufszentrum zufällig von jemandem geschubst fühlen? Vermutlich würden manche von uns einen negativen Beigeschmack weitertragen, andere hingegen nur kurz mit den Schultern zucken und weiterlaufen, denn – sie lassen los. Solche Situationen sind trotz ihrer Alltäglichkeit mit einer ganzen Reihe an kognitiven Funktionen verbunden: Aufmerksamkeit, Flexibilität und Kontrolle. All diese so genannten exekutiven Funktionen sorgen für die Regulation unserer emotionaleren Reaktionen auf aufwühlende Stimuli. Manchmal scheinen aber alle drei nicht in der Lage zu sein, unsere Emotionen im Zaum zu halten. Dann reagieren wir auf einen Reiz anders, als wir es eigentlich möchten, und bereuen es später. Welche Faktoren gefährden die Stärke unserer Emotionskontrolle? Forscher der New York University haben die Wichtigkeit dieses Problems erkannt und sind der Frage auf den Grund gegangen, welchen Einfluss Stress auf unsere Emotionskontrolle hat. Dazu haben sie ein zweistufiges Experiment durchgeführt. Am ersten Tag wurden alle Teilnehmer darauf konditioniert, beim Anblick von bestimmten Bildern (beispielsweise Spinnen oder Schlangen) eine emotional aufwühlende Reaktion zu verspüren. Daraufhin besuchten alle Experimentteilnehmer einen Workshop zur Stärkung der Emotionskontrolle, der die emotionale Reaktion auf die schmerzvolle Assoziation mit Spinnen- und Schlangenbildern mildern sollte. Am nächsten Tag wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe wurde das Stressniveau der Teilnehmer künstlich gehoben, indem sie gebeten wurden, ihre Hand für 3 Minuten in eiskaltes Wasser zu legen, eine Prozedur, die – studienbewiesen – zur Erhöhung des Stresshormons Kortisol im Blut führt und dadurch den Grad der Stressempfindung misst. Die zweite Gruppe hingegen legte ihre Hand für 3 Minuten in lauwarmes Wasser. Danach wurden allen Studienteilnehmern erneut Spinnen- und Schlangenbilder gezeigt. Es hat sich herausgestellt, dass die zweite Gruppe viel besser die am Tag davor gelernten Strategien anwenden konnte, als die gestresste Gruppe, und dadurch ihre Emotionen im Griff hatte. Stress bekämpfen und entspannt und glücklich durchs Leben gehen Diese Studienergebnisse zeigen, dass wir unsere emotionalen Reaktionen unter Stress viel schlechter kontrollieren können. Das erklärt, warum wir nach einem anstrengenden Arbeitstag so oft ungeduldiger mit unseren Nächsten sind, als wir es gerne sein würden. Wissenschaftler konnten ebenfalls feststellen, dass regelmäßiges Training die Emotionskontrolle langfristig steigern kann. Laut einer im Jahr 2013 veröffentlichten Studie können wir mit Hilfe von wissenschaftlichem Arbeitsgedächtnistraining unsere Emotion besser regulieren und somit unser Wohlbefinden – und das Wohlbefinden unserer Familie – steigern. Das Gehirntraining von NeuroNation verbessert wissenschaftlich nachgewiesen Ihr Arbeitsgedächtnis und stellt somit eine effektive und zeitsparende Möglichkeit dar, Ihre Emotionskontrolle zu stärken. Fangen Sie gleich mit Ihrem Training an und bleiben Sie glücklich und entspannt. Discount-Code für Ihre Kunden: AKTIVERGEIST (Rabatt 30%)